Aqua // Blanc // Noir
Aqua ist mehr als nur ein Element // Blanc mehr
als das Nichts // Schwarz ist mehr als die Abwesenheit von Licht
Wir können nicht nicht kommunizieren.
Aber was ist Kommunikation? Wieso berührt manches Bild, mancher Text, manche
Geste? Warum diese Farbe, in dieser Form, in diesem Raum? Wann spürt man
den Rhythmus, wann hört man den Ton? Wieso bleibt etwas im Kopf?
Es ist nicht „modisch“, vielleicht ist es anders, aber doch auf irgendeine Weise bekannt und berührend.
Unbewußte Wirkfaktoren beflügeln unseren Geist und unsere Seele, sie lassen den Gedanken Freiräume. Sie sind tief in uns verankert, beeinflussen unser Sehen, unser Fühlen, unser Verhalten. Wirkfaktoren sind alt, aber sehr lebendig, immer präsent. Irgendwo in unserem Kopf, in unseren Erinnerungen aus früher Kindheit in denen wir, in warme Decken gekuschelt, gebannt den Erzählungen, Märchen und Mythen lauschten. Schon da tauchten sie auf, die Urbilder menschlicher Vorstellungsmuster und lösten in uns Angst und Freude aus. Wir erlebten Mut, Liebe, Tod oder Hoffnung, wir bangten mit den Protagonisten auf ein gutes Ende und wenn sie nicht gestorben sind so leben sie weiter, in Farben, Formen, Symbole, Strukturen, Flüsse, Seen, in eigenen Bilder und Erlebniswelten.
Aqua
Von der Quelle in ewiger Ruhe und endloser Bewegung ins Meer.
Abtauchen, gleiten in tiefblauen Wasser, leicht, schnell, elegant, schwerelos.
Wellen, Strudel, Spiralen bringen Bewegung bis in abgründige Tiefen. Farben
wechseln, changieren, transparent und dicht zugleich. Bewegung in einem anderem
Lebensraum, Geschichten erzählen sich still, lautlos mit Gesten, kleine Zeichen
weisen den Weg.
Blanc
Ist Stil eine Frage des Verzichts? Ist Weniger mehr?
Weiß macht Angst, die Weite ist beklemmend, alles hinterläßt Spuren. Der
Strich muß sitzen, die Klarheit erfordert Mut.
Die Fläche gibt Raum zum Atmen, für neue Gedanken oder neue Ansätze. Luxus!
Zwischenräume und Graustufen, das Spiel mit Linien, Flächen, Nuancen und
Kontrast hauchen der vermeidlichen Leere das Leben ein.
Noir
Schwarz – oder ist es ein Nichts. Ein dankbares Neutrum für die Bühne der
Gedanken.
In der Abwesenheit von Licht wird Schwarz zum seidigen Fell einer Katze mit
eleganten weichfließenden Bewegungen oder zum Kleidungsstück der langbeinigen
Schönheit. Was daran ist die Farbe schwarz, was ist Vorstellung, was ist
Erfahrung? Die Idee von Schwarz läßt das Rot leuchtender erscheinen, die
Bewegung schöner und die Abgründe tiefer.